Glossar

Begriffe einfach erklärt

Audio Mp3

Ein Audioformat auf dem Container MPEG-2 Audio Layer III. Durch die Kodierung mit diesem Algorithmus ist es möglich, die Größe von Audiodateien erheblich zu verkleinern/komprimieren. Die Komprimierung ist nicht verlustfrei und führt nicht nur bei kleineren Bitraten oft zu deutlich hörbaren Qualitätsverlusten, was jedoch auch heute noch gerne abgestritten bzw. gar nicht mehr wahrgenommen wird. Die höchtmögliche Bitrate (Qualität) einer Mp3 liegt laut Definition bei 320Kbit/s.

Audio WAV

Weitverbreitetes unkomprimiertes Audioformat, in der Regel in CD-Qualität (16 bit) bzw. Studioqualität (24bit) und einer Abtastrate von 44,1 bzw. 48 Khz. Eine WAV bzw. andere unkomprimierte Formate sind für die professionelle Vertonung grundsätzlich den komprimierten Formaten wie Mp3 vorzuziehen, da alle ursprünglichen Signale enthalten sind und damit der volle Klangumfang gegeben ist.

Backtimer

Als Backtimer bezeichnet man in der Regel Musik, die eine bestimte Zeitspanne zwischen zwei Sendungen überbrückt. Allgemein bekannt dürte der Einsatz von Backtimern bei Nachrichten - zum Beispiel der Tagesschau - sein. Wird die vorige Sendung früher beendet, wird eine ablaufende Uhr eingeblendet, die von bestimmter Hintergrundmsuik begleitet wird. Diese Musik ist in der Regel ein Loop aus dem eigentlichen Jingle für die Sendung. Der Übergang vom Backtimer zum Jingle ist meist fließend. Backtimer sind verwandt mit den sogenannten Musikbetten.

Dynamik

In der Tontechnik wird der Umfang der Lautstärke bzw. Lautheit eines gesamten Audiosignals als Dynamikumfang bezeichnet. Besteht ein Song beispielsweise aus einem durchgehenden Schlagzeug, das leise im Hintergrund läuft, und einem sehr präsenten und lauten Gesang, ist der Dynamikumfang hoch. Wird dieses Musikstück komprimiert (siehe Komprimierung), wird der Dynamikumfang kleiner. Hier würden also die Passagen des Schlagzeugs angehoben und der Gesang ggf. minimiert. Dies erreicht man über spezielle Hardware oder Plugins. Mehr zum Thema Lautheit gibt es im Infobereich.

Equalizer

Geräte in verschiedenen Ausführungen zur gezielten Bearbeitung von Frequenzbereichen. Hiermit lassen sich zum Beispiel tiefe Frequenzen (Bassbereich) anheben. Equalizer werden in der Regel als EQ bezeichnet und finden vorrangig Einsatz beim Mischen und Pre-Mastern von Musik.

GEMA

Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft, die eine treuhänderische Vermittlerrolle ausfüllt. Sie nimmt die Urheberrechte wahr, die ihre Mitglieder (Komponisten, Textdichter, Musikverleger) ihr übertragen haben und stellt sie dem Musiknutzer gegen eine Vergütung zur Verfügung. Quelle: gema.de

GEMA-frei

Musik und Tonwerke, deren Urheberrecht nicht durch die GEMA vertreten wird. Dies setzt voraus, dass der Urheber nicht Mitglied der in Deutschland agierenden GEMA ist. GEMAfreie Musik ist in der Regel ebenfalls AKMfrei (Östrerreich) und SUISAfrei (Schweiz).

Jingle

Früher bestand ein Jingle meist aus Chorstimmen, die einprägsame Melodien darstellten. Damit konnte man einen akustischen Bezug zu einem Radiosender oder später auch Unternehmen und Marken herstellen. Genau das soll ein Jingle erreichen. Heute spricht man eher von Corporate Audio und Audiobranding. Jingles sind heute sehr flexibel in der Definition, man spricht von Werbejingles aber auch Intros und Audiologos. Alle Begriffe haben gewisse Gemeinsamkeiten.

Komprimierung

Komprimierung in der Tontechnik:
Verdichtung eines Audiosignals zur Verminderung der Dynamik mit einem Kompressor. Dabei werden, grob erklärt, leise Passagen angehoben und laute ggf. limitiert. Das Signal klingt dichter und dadurch lauter. Siehe auch die Erklärung zum Begriff Dynamik. Mehr zum Thema Lautheit gibt es im Infobereich.

Komprimierung von Dateien:
Mithilfe spezieller Algorithmen wird die Größe einer Datei reduziert (gepackt). Beispiele sind die Formate zip, rar und 7z. Der Mp3 und anderen komprimierten Audio- und Videoformaten liegen spezielle Verfahren zugrunde, die sich je nach Algorithmus unterscheiden.

Loop

Ein Loop beschreibt in der Musikproduktion ein taktgenau geschnittenes Audioelement, das durch wiederholtes Abspielen (Loopen) unendlich laufen kann, ohne dass eine Unterbrechnung oder ein Schnitt wahrnehmbar ist. Ein Loop kann ein einzelnes Instrument sein, aber auch ganze Teile von Musikstücken abbilden. Loops finden zum Beispiel Einsatz in Musikbetten und natürlich in der kreativen Musik- und Audioproduktion.

Mastering

Das Mastering ist der finale technische Vorgang zur Herstellung bzw. Vervielfältigung eines Tonträgers. Hierbei wird ein Tonträger, z.B. eine CD, so vorbereitet, dass diese im Presswerk als Referenz für die Serienfertigung dienen kann. Das finale Mischen einer Audioproduktion wird fälschlicherweise ebenfalls als Mastern beizeichnet, wobei es sich dabei um das sogenannte Pre-Mastering handelt. Also die Stufe, bevor das endgültige Master fürs Presswerk hergestellt wird.

Musikbett

Als Musikbett (engl. Modbed) wird Hintergrundmusik bezeichnet, die zu einer Moderatorenstimme läuft. Dies kann bei Ansagen, Programmvorschauen oder auch Nachrichten der Fall sein. Wann immer ein Sprecher zum Einsatz kommt, kann ein Musikbett zur Ergänzung eingesetzt werden. Oft handelt es sich um loopfähige Musikelemente, die bis zum Ende der Moderation wiederholt werden. Musikbetten sind verwandt mit den sogenannten Backtimern.